Große Winkelspinne: Rundumblick mit acht Augen

Auch wenn die Große Winkelspinne für Menschen absolut harmlos ist, ist sie für viele wahrscheinlich Auslöser einer Spinnenphobie. Das liegt an ihrem hohen Auftreten in menschlichen Siedlungsbereichen, durch die Wahrscheinlichkeit, in den eigenen vier Wänden auf eine Große Winkelspinne zu treffen, relativ hoch einzuordnen ist. Zudem macht sie ihre eindrucksvollen Größe und die dunkle Färbung, die sich deutlich von weißen Wänden abhebt, zu einer imposanten Erscheinung.

Die acht Augen sind typisch für Trichterspinnen in zwei leicht geschwungenen Reihen kompakt an der Vorderseite des Vorderkörpers angeordnet. Dabei erfüllt nicht jedes Auge denselben Zweck. Man teilt sie grob in zwei Gruppen auf:

  • Die Hauptaugen (2 mittlere Vorderaugen): Diese sind direkt nach vorne gerichtet. Sie dienen bei vielen Spinnen zum scharfen Sehen, Erkennen von Formen und teilweise sogar zum Farbsehen.
  • Die Nebenaugen (6 restliche Augen): Diese sitzen seitlich oder weiter hinten. Sie können oft keine scharfen Bilder sehen, reagieren aber extrem empfindlich auf Lichtveränderungen und Bewegungen.

Durch diese Aufteilung erzielen Spinnen ein fast lückenloses Rundum-Sichtfeld (bis zu 360 Grad), ohne sich bewegen zu müssen.

Große Winkelspinne in Frontaufnahme

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