Am Wochenende verzauberte die „kleine bühne 70“ das Cassalla Theater mit ihrer fantasievollen Inszenierung des Märchens Dornröschen in der Fassung von Karlheinz Komm. Unter der Regie von Ralph Langlotz wurde das bekannte Grimmsche Märchen mit einer Mischung aus Humor, Spannung und einer Prise moderner Elemente auf die Bühne gebracht.
Bereits das Bühnenbild entführte die Zuschauer in eine märchenhafte Welt: Mit kunstvollen Kulissen, die den königlichen Palast und den berühmten Spindelraum lebendig werden ließen, wurde die Geschichte visuell beeindruckend in Szene gesetzt. Unterstützt wurde dies durch die kreative Beleuchtung, die stimmungsvolle Akzente setzte – von der feierlichen Tauffeier bis hin zum Auftauchen der bösen Fee und dem düsteren Moment des hundertjährigen Schlafes.
Die Schauspieler überzeugten mit leidenschaftlichen Darbietungen. Besonders Nicole Berninger, die in der Rolle des Meisterkochs brillierte, zog das Publikum in ihren Bann. Ihr Zusammenspiel mit Angelika Langlotz (Klecks, Diener) und Romina Herrmann (Trine, die böse Fee) verlieh der Inszenierung eine emotionale Tiefe, die über die klassischen Märchenelemente hinausging. Auch Irina Agranovski stach mit ihrer charismatischen und zugleich furchteinflößenden Performance der bösen Fee Hyppolyta hervor. Gert Holzförster überzeugte mit seiner Darstellung des immerzu vergesslichen Königs, der aber von seinem Hofstaat und seiner Gemahlin, brillant gespielt von Diana Goldmann, unermüdlich unterstützt wird. Jordy Herrmann glänzte enorm wandlungsfähig in den Rollen des Prinzen, des Soldaten und des Frosches. Nicht zuletzt beeindruckte Lidia Kluge mit ihrer bezaubernden Darbietung als Prinzessin Röschen.
Ein besonderer Höhepunkt war der Einsatz von humorvollen Dialogen und kleinen, modernisierten Anspielungen, die sowohl Kinder als auch Erwachsene immer wieder zum Lachen brachten. Dabei blieb die Inszenierung dem Kern des Märchens treu und transportierte die zeitlose Botschaft von Liebe, Mut und Vergebung auf authentische Weise. Musikalisch wurde das Stück durch Musik von Max Meister und Thomas Gäser untermalt, was die Atmosphäre zusätzlich intensivierte.
Das Publikum belohnte die Darsteller am Ende mit einem langen Applaus. Mit einer gelungenen Mischung aus klassischem Märchen, moderner Unterhaltung und eindrucksvoller Bühnenkunst hat die „kleine bühne 70“ einen Volltreffer gelandet. Ein Theaterstück, das sowohl Kinder als auch Erwachsene gleichermaßen verzaubert.























































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