Taubenschwänzchen: Flugkünstler im Schwirrflug

Taubenschwänzchen im Schwebeflug vor Blüte


Als Wanderfalter sind Taubenschwänzchen in nahezu ganz Europa verbreitet. Die Tiere kommen aus dem Mittelmeerraum über die Alpen zu uns, einige überwintern sogar in Mitteleuropa. Auf der Reise legen die Schmetterlinge bis zu 3000 Kilometer zurück.

Eigentlich gehört das Taubenschwänzchen zu einer Gruppe nachtaktiver Schmetterlinge, es fliegt aber ganz im Gegensatz dazu hauptsächlich tagsüber.

Alleinstellungsmerkmal ist der auffällige Schwirrflug, der an das wendige Flugverhalten eines Kolibris erinnert. Den hohen Energiebedarf dafür deckt das Taubenschwänzchen mit Vorliebe am Nektar von langen, schmalen Blütenkelchen, bei denen es mit seinem langen Saugrüssels gegenüber vielen anderen Insekten im Vorteil ist. Dabei ist es aber wenig wählerisch und fliegt eine Vielzahl von unterschiedlichen Blüten an.

Seinen Namen hat das Taubenschwänzchen übrigens aufgrund der Tatsache, dass die Haarbüschel am Hinterleibsende Ähnlichkeit mit den Schwanzfedern von Tauben aufweisen. Sie dienen beim extremen Schwebeflug tatsächlich als Steuerruder, um im Wind stabil vor der Blüte zu stehen.

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