Feldmäuse, nehmt euch in Acht – der Milan geht um!

Schwarzmilan im Flug, von unten

Zur Zeit kreisen über dem Fuldatal ganztägig Schwarz- und Rotmilane. Diese majestätischen Greifvögel versuchen auf den frisch gemähten Feldern die eine oder andere Maus zu erwischen. Der Nachwuchs muss versorgt werden. Dazu kommt, dass jetzt im Juli junge Milane flügge werden und erste Flugversuche unternehmen.

Mit einer Spannweite von 120 bis 150 Zentimetern und einheitlich dunkelbraunem Farbton ist der Schwarzmilan der etwas unauffälligere der hiesigen Milane. Sein Schwanz ist zudem etwas kürzer und flacher. Der Rotmilan erreicht eine Spannweite von 150 bis 195 Zentimetern und mit leuchtendem Rostfarbton ist er auffälliger gekleidet. Markantestes Merkmal ist sein gegabelter Schwanz, an dem man ihn schon von weitem erkennt.

Wer schon mal versucht hat, kreisende Greifvögel am Himmel zu fotografieren, kennt das Problem: Sie sind fast immer zu weit weg, das Licht kommt aus der falschen Richtung (Gegenlicht!) und am Ende hilft nur ein extrem starker Zuschnitt (Crop).

Aus der Hand mit 500mm Brennweite fliegende Milane zu verfolgen, ist ein echter Sport. Um die schnellen Bewegungen scharf einzufangen, braucht es extrem kurze Belichtungszeiten. Das treibt die ISO in die Höhe und sorgt beim starken Croppen für sichtbares Bildrauschen und Detailverlust. Als Fotograf ärgert man sich im Archiv schnell über die fehlende „Knackschärfe“ – aber als Naturbegeisterter freut man sich über den seltenen direkten Vergleich dieser fantastischen Tiere.

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